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© Alexander Hauk Bayern Nachrichten Pixelio

Studiengebühren – Wenn man nur die Reichen fragt

November 3rd, 2008 · 2 Kommentare

Ihr als Leser bekommt nur einen Bruchteil des Inhalts der Pressemitteilungen mit, die alltäglich durch das Netz gehen. Dadurch bleibt Euch natürlich der Streit in der Hochschulpolitik verborgen, der sich zwischen SPD und CDU abspielt. Seinen Höhepunkt erreichte dieser mit den Auseinandersetzungen um die HIS-Studie. Die SPD-Fraktion war Bundesbildungsministerin Schavan vor, die Studie unter Verschluss zu halten. Dabei wird sie immer erst veröffentlicht, nachdem ihre Ergebnisse bekannt gemacht wurden. Inzwischen ist sie veröffentlicht, wird aber von der SPD-Fraktion in anderem Sinne interpretiert als von der Bildungsministerin. Die meint nämlich, Studiengebühren spielen bei der Entscheidung der Studienberechtigten, ein Studium aufzunehmen, nur eine untergeordnete Rolle. Nur “Frauen und Studienberechtigte aus hochschulfernen Elternhäusern reagieren sensibler auf Studiengebühren als andere Gruppen.” Dabei lässt sie selbstverständlich außer Acht, dass nur ein Bruchteil der Kinder aus niederen sozialen Schichten überhaupt das Abitur macht.

Denken wir mal langsam darüber nach: Eine unsoziale Bildungspolitik verhindert, dass Kinder aus ärmeren Familien die Hochschulreife erlangen. Und diese Tatsache, die die Politiker eigentlich beschämen sollte, dient jetzt dazu, Studiengebühren zu rechtfertigen!

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Tags: Allgemein

2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 politischer Hofnarr // Nov 5, 2008 at 23:54

    Ich studiere in Münster. Dort sind die Studiengebühren lediglich bei 200 €. Das ist durchaus bezahlbar. Es bringt den Studenten merklich etwas.
    Kleine Tutorien, Probeklausuren u.ä. Ich bin gerne bereit dafür 200€ im Semester zu bezahlen. Nächstes Jahr wird erneut darüber abgestimmt bei uns. Letztes Mal war es schon sehr knapp…

  • 2 Nico // Nov 6, 2008 at 11:29

    Was die zunehmend politisch unreifen und unkritischen Studenten leider zum großen Teil nicht gerafft haben ist, dass sie sich die Aufgaben des Staates haben aufdrücken lassen und so doppelt abgezockt werden. Sie gehören nach Abschluss des Studiums um den Steuerzahlern, die die höchsten Steuern zahlen, und dies zuverlässig, weil sie seltener arbeitslos werden. Das ist so, als müsste ich den Kaufhausbesitzer dafür bezahlen, dass ich in seinem Kaufhaus einkaufe! Aber über den Abschluss hinaus denken Studenten nicht!

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