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© Alexander Hauk Bayern Nachrichten Pixelio

Die Partei der christlichen Werte

November 7th, 2008 · 1 Kommentar

Man mag glauben, ich hätte persönlich etwas gegen die CDU. Das stimmt nicht. Aber dank ihrer Bigotterie, Heuchelei und Selbstgefälligkeit bietet sich keine Partei der Kritik so an wie die CDU.

Mein neues Lieblingskind ist die CDU Hamburg. Schon länger unangenehm durch antidemokratisches Verhalten aufgefallen, liefert sie in letzter Zeit eine Steilvorlage nach der anderen. Was soll das? Gibt es sowas wie politischen Masochismus?

Da ist der Beamte im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Lars M. Wie es sich für einen karriereorientierten Beamten gehört, ist er Mitglied einer Partei, in diesem Fall der CDU. Wie es sich für ein Mitglied der CDU gehört, ist er verheiratet und hat Kinder. Er macht eine kleine Kommunalpolitikerkarriere und wird Mitglied der Bezirksversammlung Altona und Ortsvorsitzender in Nienstedten.

Über dieses konservative Idyll ziehen bald schwarze Wolken auf. Denn Herr M. kam offensichtlich einer asylsuchenden Kundin aus dem Kongo näher und gewährte ihr persönlich intensives Asyl. Die dabei gezeugte Tochter ist inzwischen vier Jahre alt.

Anstatt seine Tochter anzuerkennen und der Mutter Unterhaltszahlungen zu leisten, nutzte er angeblich seine Position dazu, ihre Abschiebung zu betreiben. Ein konservativer, Werte wie Familie und Verantwortung hochhaltender, verheirateter CDU-Kommunalfunktionär, der

  1. seine Macht- und Vertrauensposition als Beamter und Politiker missbraucht,
  2. ein Verhältnis mit einer Afrikanerin hat,
  3. mit dieser ein Kind zeugt,
  4. dieses und die Mutter im Stich lässt,
  5. und dann deren Abschiebung betreibt.

Wie heißt es so schön im Grundsatzprogramm der CDU: “Starke Familien – menschliche Gesellschaft”

Seit April dieses Jahres steht seine Vaterschaft durch einen gerichtlich erzwungenen Test fest. Aber die CDU als Wächterin der Werte schloss ihn nicht etwa aus, sondern wartete gemütlich bis Mitte Oktober (!!!!) auf seinen Rücktritt.

Das war aber nicht das einzige Problem der Hamburger Schwarzen mit Schwarzen. Gegen einen Kreisvorsitzenden der Jungen Union Hamburg-Nord ermittelt der Staatsanwalt, weil er eine Kommilitonin als “Niggerschlampe” beschimpft haben soll. Und es war nicht das einzige Problem der CDU Hamburg mit Braunen. Der Vorsitzende der Jungen Union Hamburg-Mitte wiederum lud einen rechtsextremen Burschenschaftler zu einem Vortrag ein.

Danke CDU, dass Du Dich so um die Aufrechterhaltung der Werte kümmerst!

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Tags: Allgemein

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 RechtsNeinDanke // Apr 6, 2009 at 20:49

    Nun was willste von der Nachfolgepartei der NSDAP anderes erwarten. Ich frage mich immer, warum es

    1. die meisten Kinderschänder
    2. die meisten Amokläufer
    3. die größten Korruptionsfälle

    in Bundesländern gibt, die von den Christlichen regiert werden? Ein Zufall? Bestimmt nicht.

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