Wer schon länger der Ansicht ist, dass Thilo Sarrazin (SPD – was sonst?) nicht mehr alle Perlen auf der Schnur hat, dürfte sich durch diesen Bericht in der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 13. Januar 2010 nur bestätigt fühlen:
Der offenbar schwer an seiner eigenen Bedeutungslosigkeit leidende Sarrazin brüstet sich allen Ernstes damit, dass er den wahrscheinlich auf langwierigen und komplizierten Berechungen beruhenden Umtauschkurs von 1:1 zu verantworten hat – als wenn man nicht ohne ihn und seine “Einarbeitung in das Thema” auf diese Zahlen hätte kommen können. Sarrazin war damals Leiter des Referats für Innerdeutsche Beziehungen am Bundesfinanzministerium und somit unerwartet zuständig für die Währungsreform. Hätte man doch nur Experten gerufen!
Denn nach all den Jahren seit der Währungsreform steht fest, dass die Umtauschkurse viel zu hoch waren und den Aufbau Ost stark behindert haben. Die nicht konkurrenzfähige ostdeutsche Industrie war plötzlich dem Weltmarkt ausgesetzt und zugleich extrem überbewertet. Niemand wagte es, in sie zu investieren. Dies ist umso unverständlicher, wenn man bedenkt, dass das Politbüro des Zentralkomitees der SED durch das Schürer-Papier schon Ende Oktober 1989 erfuhr, dass die DDR vor dem Bankrott stand, ja im Grunde schon Bankrott war. Weshalb wusste Thilo Sarrazin trotz seiner “Einarbeitung in das Thema” nichts davon?
Aber das ficht den höheren Finanzbeamten Sarrazin nicht an, und hält ihn erst recht nicht davon ab, über seine Rolle in der Geschichte nachzudenken. Möge die Geschichte über ihn richten, wenn wir es schon nicht tun können!



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